Update zur Updatelosigkeit

Die regelmäßigen Leser unseres Blogs werden sicherlich gemerkt haben, dass hier seit gut einer Woche keine Neuigkeiten mehr aufgetaucht sind.
Das liegt vor allem daran, dass unser Hauptblogger und Fotograf krankheitsbedingt sein Ehrenamt seit letzten Dienstag nicht mehr wahrnehmen konnte. Wir versuchen euch in den nächsten Tagen dennoch weiter auf dem Laufenden zu halten, bitten aber um Nachsicht, wenn das unregelmäßiger und evtl. weniger ausführlich geschieht.

Das Experiment wartet

Ende gut, alles gut. Als wir heute um halb Neun bei Novespace vorfuhren (geplante Experiment-Ankunft war 9-12 Uhr), stand der LKW mit unserem Expriment schon da. Angekommen im Workshop, erwartete uns folgender Anblick:

Bereitgestelltes Experiment

Dankenswerterweise hatte die Novespace-Crew sogar schon abgeladen. So konnten wir uns direkt daran machen, alles auszupacken und einzurichten. Wenig später kam auch Frédéric vorbei und es konnte mit den Formalitäten losgehen.

Bei unseren Gasflaschen gab es allerdings einige Diskussionen. Man war sich plötzlich nicht sicher, ob der Stempel auf den Flaschen jetzt das Prüf- oder das Ablaufdatum ist. Es begann eine ausufernde Recherche, die in einer Anfrage bei Linde mündete.

In der Zwischenzeit haben wir guter Hoffnung schonmal die Racks gereinigt:

Schließlich kam von Novespace die Info, dass mit den Gasflaschen alles in Ordnung ist. Somit sind wir jetzt schon fast bereit zum Boarden, was dann morgen Vormittag passieren soll.

Anreise – Check. Und die erste Abweichung vom Protokoll

Es hat alles geklappt. Die Züge waren pünktlich. Die Flüge waren zumindest fast pünktlich, sodass der Umstieg in Amsterdam nicht gefährdet war. Auch bei Wojciech lief es rund, sodass wir ihn planmäßig am Amsterdamer Flughafen treffen konnten. Bei der Autovermietung wusste man von uns und hatte den gewünschten 9-Sitzer parat. Darüber hinaus sind wir uns einig, dass das Hotel eindeutig zu den besseren gehört.

Wo ist jetzt also der Haken? Nun, manche sind vielleicht schon skeptisch geworden in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Beitrag nicht vom eigentich obligatorischen Simeone-Gruppenbild geziert wird. Es tat sich nämlich ein Problem auf, dass wir von den Frühjahrs- und Septemberkampagnen nicht gewohnt sind: Beim entscheidenden Programmpunkt machte uns schlicht und enfach das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Während es hier noch deutlich über 20 Grad sind, war es schon bei Ankunft bedeckt und fing kurz darauf an zu regnen. Und im Regen in die Stadt fahren, nur um bei Simeone zu essen und dann direkt weder das Hotel anzusteuern, wollten wir auch nicht. So gab es erstmal „nur“ einen soliden ersten Abend im Au Bureau (jetzt auch dort mit Café Gourmand!). Wir holen das natürlich nach, versprochen!

Das Experiment ist auf dem Weg

Das Experiment ist fertig geworden – aber nur ganz knapp. Da wir noch einige Ausfälle hatten, mussten die letzten Handgriffe letzte Woche mit stark reduziertem Team erfolgen. Jetzt ist aber alles drin und sogar schon kurz angetestet… Hoffentlich gibt es vor Ort keine größeren Überraschungen. Gepackt wurde dann diesen Montag und Dienstag wieder in voller Besetzung. Da viele Kisten noch zu einem guten Teil gepackt waren, ging das recht schnell.

Gestern hatten wir mal wieder Besuch von Michael (P.) und so konnten wir uns das Ganze noch einmal vom Fachmann absegnen lassen.

Wir konnten dieses Mal glücklicherweise wieder eine Spedition mit dem Transport beauftragen – das Selberfahren macht nicht so richtig Spaß. Beim Bereitstellen der Racks und Kisten im Foyer haben wir uns für eine schräge Anordnung entschieden, um zumindest ein klein wenig Abwechslung in die ganze Routine reinzubekommen. 😉 Überraschenderweise kam der LKW nicht gestern früh, sondern heute – Donnerstag – Abend. Eigentlich hatten wir die deutlich frühere Abholung (Mittwoch statt Freitag) angepeilt, damit das Experiment nun auch wirklich am Montagvormittag in Bordeaux ankommt und wir nicht wie letztes Mal einen ganzen Tag mit Däumchendrehen verbringen müssen.

Als der LKW endlich kam, noch kurz ein Schreckmoment: Wo ist die Ladebordwand? Die gab es nicht, aber stattdessen war eine Spezial-Ameise an Bord, die sich quasi selber von der Ladefläche heben kann – abgefahren, aber auch ein wenig wacklig. Das Einladen war dann mehr oder weniger Routine. Da es nicht wieder so ein Riesenlaster, sondern „nur“ ein Siebeneinhalbtonner ist, der auch sonntags fahren kann, sind wir zuversichtlich, dass das Experiment am Montag pünktlich bei Novespace angeliefert wird.

Am Sonntag machen wir uns dann über Amsterdam auf den Weg nach Bordeaux. In Amsterdam stößt – so alles klappt – Wojciech dazu. Einem traditionellen ersten Abend bei Simeone sollte also nichts im Wege stehen. Florian und Jan aus Mittweida werden nächste Woche Donnerstag in Bordeaux eintreffen.

Ankündigung PFC 2025

Ein wenig später als „gewohnt“ geht es dieses Jahr für uns wieder los. Vom 20. bis 31. Oktober wird die diesjährige Kampagne in Bordeaux stattfinden.

Wir freuen uns, dass Wojciech uns nach ein paar Jahren Pause diesmal wieder begleiten wird! Auch auf technischer Seite können wir mit ein paar Neuerungen aufwarten. So hat zumindest ein Teil der bereits letztes Jahr angeklungenen Neuerungen es diesmal ins ESDP geschafft und wir sind fleißig am Schrauben, Löten, Programmieren und Drehen (lassen), um die Hardware dann auch wirklich an den Start zu bringen.

Außerdem hat uns folgender Gruß aus Bordeaux erreicht:

Alle eingefleischten Parabonauten erkennen diesen Ort natürlich sofort. Für uns ist es auf jeden Fall beruhigend zu wissen, dass es Simeone noch gibt und dass der erste Abend planmäßig ablaufen kann. 😉

Grüße gehen an dieser Stelle raus an Michael (P)! Unten seht ihr noch den Beweis, dass Michael seinen Job auch wirklich erledigt hat. Na ja, fast jedenfalls. Aber ernsthaft – Café Gourmand mit Obstsalat?! Ich bin gespannt, was uns im Oktober erwarten wird.

Packen und Rückreise

Mit den üblichen Kalibrierroutinen (beiden!) hatten wir uns inzwischen eingespielt, sodass das Kalibrieren nach dem Flug recht schnell erledigt war. Die Datensicherung bestand an diesem letzten Flugtag nur aus dem Herausziehen der Festplatten oder, besser gesagt, SSDs, da hier eh schon alles redundant vorliegt und kein Platz für einen neuen Flugtag mehr geschaffen werden musste. Aber dann wollten auch noch die ganzen Kabel entkabelt werden und bis die Racks wirklich aus dem Flieger raus waren, verging ebenfalls einige Zeit.

So passte es am Ende ganz gut: Die Racks wurden uns gerade in den Workshop gestellt, als Daniel und Andre mit dem Transporter erstmal das Nötigste geklärt hatten und von der Polizei zurück kamen. Nun konnte es also los gehen mit dem Einladen. Als erstes wurde die Hecktür zugestrapst, sodass wir nun komplett über die Seitentür einladen mussten.

Dank der Tetris-Erfahrungen von der Hinreise blieb uns zum Glück das große Herumprobieren erspart und die Racks sowie die meisten Boxen fanden auf Anhieb ihren Platz im Transporter. Relativ lange gedauert hat es allerdings, alles sofort sauber festzustrapsen. Wegen der verschlossenen Tür und der sehr hohen Packungsdichte war nämlich nicht daran zu denken, nachträglich noch zwischen irgendwelche Ladung zu kommen.

So haben wir dann mal wieder die Zwangs-Feierabendzeit ausgereizt. Wir hatten von Novepace das Okay bekommen, den Transporter in der Nacht auf Freitag im Workshop geschützt zu parken und dies geschah dann schließlich etwa um 18:15 Uhr.

Am Freitagmorgen ging es dann um 8 Uhr ein letztes Mal zur Novespace, um den Transporter abzuholen. Daniel I, Florian und Jan hatten sich bereits verabschiedet und gingen eigener Wege. Wir hatten also wieder „Team Transporter“ mit Christina und Daniel II und diesmal Andre und Stefan im PKW. Da die Kampagne allen in den Knochen steckte, haben wir uns als Tagesziel das selbe Hotel wie auf der Hinfahrt in Charleville-Mézières ausgesucht – also nicht ganz die Hälfte der Strecke.

Diesmal machte kein Fahrzeug technische Probleme und versuchte auch nicht die Kontrolle zu übernehmen. Da es Freitagnachmittag war, entschlossen wir uns wieder Paris weiträumig zu umfahren, also im Wesentlichen die selbe Route wie auf der Hinfahrt zu nutzen. Das Hotel erreichten wir schließlich etwa um 19 Uhr und das Beste: Man hatte dort auch noch Zimmer für uns. So ging es am Samstag zumindest ein klein wenig ausgeruht auf die zweite Etappe. Auch der Transporter inkl. Inhalt war noch da. Bis auf einen kurzen Stau kurz hinter der belgisch-deutschen Grenze (Nein, nicht wegen einer Grenzkontrolle) hatten wir keinen Stillstand und kamen gut voran. Schließlich trafen wir mit etwa einer Stunde zeitlichem Versatz um 19 bzw. 20 Uhr mehr oder weniger wohlbehalten in Greifswald ein.

Da wir den Transporter dann nicht noch 2 Nächte beladen herumstehen lassen wollten, wurde noch mit letzter, vereinter Kraft abgeladen, bevor es ins wohlverdiente Rest-Wochenende ging.

Parabelflüge und Fallturm-Experimente an der Universität Greifswald