Nachtrag zu Montag

Eine Zusammenfassung von Montag konntet ihr ja bereits lesen. Daher hier jetzt noch als Nachtrag die zugehörigen Fotos, die es mittlerweile von der Kamera auf meinen Rechner geschafft haben…

Abends ging es dann wie angekündigt in die Stadt. Erst einmal stellte sich alles wie gewohnt dar. Doch bei Simeone erwartete uns eine Überraschung, die wir erst einmal verarbeiten mussten. Ja, es gab „Seize“ (und andere leckere Getränke). Es gab Essen. Und ja, es hat gut geschmeckt. Ich bin gespannt, ob die Eingeweihten unter euch den Fehler auf dem folgenden Bild finden.

Richtig: Da befindet sich auf keinem Teller eine Pizza „Air d’Italie“. Die Speisekarte hat sich zum ersten Mal in wer-weiß-wie-vielen Jahren zumindest teilweise geändert. Aber wie gesagt, insgesamt waren wir wieder mal sehr zufrieden. Es ist ja nicht so, als gäbe es nun keine anderen leckeren Pizzen. 🙂

Aber der Schock saß dann trotzdem so tief, dass wir uns erst einmal in unsere Komfortzone zurückziehen mussten, indem wir anschließend die gewohnte Route runter zum Spiegel und entlang der Garonne genommen haben. Immer wieder schön. Auf dem Place des Quinconces stand diesmal übrigens kein Jahrmarkt, sondern nur ein einzelnes Riesenrad. Das hat dafür geleuchtet wie ein ganzer Jahrmarkt…

Anreise mit Hindernissen und erste Routinearbeiten

Tja, das mit der Anreise war so eine Sache. Am Samstag bekamen wir die Info, dass unser Flug annuliert sei. André, Baldo und ich wurden auf einen Flug über Dublin (!) umgebucht, der sich am Ende als gar nicht so übel herausstellte. Wir mussten zwar mit dem ersten Zug in aller Frühe in Greifswald los, um rechtzeitig in Berlin am Flughafen zu sein. Davon abgesehen klappte aber alles ganz gut, und wir waren etwa um 18 Uhr (ca. 45 Minuten später als geplant und übrigens auch ca. 45 Minuten später als unser ursprünglicher Flug) in Bordeaux.

Christina und Daniel (Ja, Daniel II ist jetzt nur noch Daniel, da Daniel I nicht mehr dabei ist.) wurden auf einen Flug umgebucht, der erst heute Nachmittag hier angekommen wäre. Sie haben daher storniert und den EasyJet-Direktflug genommen. Der hatte dann noch etwas Verspätung, sodass sie schlussendlich gestern um kurz nach 21 Uhr ankamen. Das Abendessen im Au Bureau musste daher gestaffelt stattfinden.

Wojciech schließlich kam geplant spät aber pünktlich um gegen 23 Uhr an. Apropos pünktlich: Der LKW mit dem Experiment war planmäßig heute Morgen um 9 Uhr bei Novespace, das Abladen ging professionell zügig. Die Begutachtung unseres neuen Racks war natürlich ein wenig gründlicher als in den letzten Jahren, da es eben neu ist. 😉

Außerdem eine große Neuerung: Wir haben als Betreuer erstmals nicht Frédéric, sondern Thibault, der das Experiment logischerweise auch in Ruhe kennenlernen wollte. Am Ende waren aber alle Klarheiten beseitigt, wir konnten das Experiment wie gewohnt mit Staubsauger und Druckluft reinigen und für das Boarding vorbereiten. Das Boarding soll dann morgen um 10 Uhr erfolgen.

So, und jetzt geht’s gleich in die Stadt zum offiziellen Kampagnen-Eröffnungsabend. So mit Simeone, Spiegel und so.

Das ist Baldo

Wir sind nun vollzählig vor Ort. Ein bisschen spannend war es schon. Aber dazu später mehr. Erst einmal möchten wir euch Baldo vorstellen.

Baldo schreibt gerade seine Masterarbeit in unserer Gruppe. Er beschäftigt sich (im Labor) mit hantelförmigen Partikeln und damit, wie man diese am besten ins Plasma bekommt und dann auch charakterisieren kann. Er hat bereits seine Bachelorarbeit und sein Gruppenpraktikum bei uns gemacht, wo er unter anderem mit stereoskopischen Daten von den Parabelflügen gearbeitet hat. Was liegt da also näher, als dass er selber auch mitfliegt?

Ihr kennt ja sicher das Spiel: Noch gibt es kein Foto von Baldo unter Schwerelosigkeit, daher müsst ihr vorerst mit obigem Foto vorlieb nehmen, das Baldo bei einem (fast) genauso wichtigen Teil der Kampagne zeigt. 🙂

Natürlich gibt es zu gegebener Zeit auch wieder ein Erstfliegerinterview. Also ab mit euren Fragen an Baldo in die Kommentare!

Fertig.

Ich habe irgendwie versäumt, hier feierlich zu verkünden, dass das Experiment ferig ist. Ist es aber! Es war sogar noch Zeit für einige Routinearbeiten wie Kamera- und Laserjustage. Und ein Teil des Foam Paddings wurde schon angebracht. Im Labor!

Hier seht ihr ein paar typische Laboransichten während der Test- und Justagephase:

Auch einige weitere Impressionen des neuen Racks möchte ich euch nicht voranthalten. Wie ihr seht, haben sich Containment und „Elektronik-Deck“ gut gefüllt. 😉

Gestern um 10 Uhr kam der LKW zum Abholen – ein klein wenig früher als erwartet. Aber da das neue Rack vom Handling her dem alten doch sehr ähnelt, wussten wir, was zu tun ist. So wurde das Experiment in Rekordzeit transportfertig gemacht, während bereits die ersten Kisten eingeladen wurden. Und schon um 11.30 Uhr war alles über die (Hebe-)Bühne gebracht und das Experiment unterwegs. Wir freuen uns schon, es am Montagvormittag in Bordeaux in Empfang zu nehmen.

Verladen im LKW bietet sich ein vertrauter, recht leerer Anblick. Aber der 3,5-Tonner reicht halt immer von der Zuladung her nicht ganz…

Wenn ihr euch jetzt fragt, was aus der Maskottchen-Frage geworden ist, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden. Nur so viel: Die Abstimmung ist geschlossen und ein Teil des Teams befindet sich an Bord des LKW auf dem Weg nach Frankreich. 😉

Die HPGID-Frage

Wir brauchen eure Hilfe. Während das Experiment (fast) steht, kann man das vom Team noch nicht ganz sagen. Mit einem größtenteils neuen Experiment stellt sich natürlich die Frage: Brauchen wir auch ein neues HPGID? Oder sollte ich allgemeiner sagen: Maskottchen? Denn die Eignung als HPGID hängt natürlich stark davon ab, ob unser (neues oder altes) Maskottchen an einer Schnur befestigt werden kann und somit die Gravitation anzeigt. Während z.B. Cordula seit Jahren einen hervorragenden Job macht, ist Flat Eric in der aktuellen Konfiguration für diese Aufgabe prinzipbedingt nicht so gut geeignet.

Sollten wir auf die inzwischen jahrzehntelange Erfahrung von Cordula und/oder Flat Eric setzen oder ist es nur sinnvoll, mit neuem Experiment auch dem HPGID-Nachwuchs eine Chance zu geben? Lasst es uns unten in der Umfrage wissen!

Konkrete Vorschläge könnt ihr natürlich gerne in den Kommentaren äußern. Sachspenden (ausgenommen rosa Einhörner) können im Institut abgegeben werden.

Wer soll das Team bei der PFC26 unterstützen?

  • Cordula natürlich (45%, 5 Stimmen)
  • Neues Experiment - neues Maskottchen. Ist doch logisch. (45%, 5 Stimmen)
  • Flat Eric natürlich (9%, 1 Stimmen)
  • Flat Eric und/oder Cordula. Hauptsache Flugerfahrung! (0%, 0 Stimmen)

Total Voters: 32

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Wenn ihr oben die letzte Option gewählt habt, beantwortet bitte auch die folgenden Fragen:

HPGID-Tauglichkeit

  • HPGID-Tauglichkeit ist wichtig. Das neue Maskottchen muss an einer Leine schweben können. (57%, 4 Stimmen)
  • HPGID-Tauglichkeit ist nicht wichtig. Eine direkte Befestigung am Rack oder Handlauf ist okay. (43%, 3 Stimmen)

Total Voters: 7

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Externes Maskottchen

  • Das neue Maskottchen muss einen Arbeitsgruppenbezug haben/sich bereits in der Gruppe befinden. (67%, 4 Stimmen)
  • Frisches Know How von außerhalb ist wichtig. (33%, 2 Stimmen)

Total Voters: 6

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Masse – Check

Zugegeben: eigentlich war die EMV-Messung ein Selbstläufer. Noch nie hatten wir hier Probleme, den Grenzwert für das abgestrahlte elektrische Feld einzuhalten. Spannend war jedoch das Wiegen des neuen Racks.

Eine Vorgabe ist, dass kein Rack über 200 kg Masse haben darf. Unser altes Rack lag bei ca. 250 kg und durfte zuletzt nur aus Bestandsschutz-Gründen noch fliegen. Genau dies war übrigens einer der Gründe, jetzt neu zu bauen.

Im Grunde ist es ja ganz einfach: Man wiegt alle Einzelkomponenten vor dem Einbau, addiert alles auf, und schon weiß man, was das Rack am Ende wiegen wird. In der Praxis kommen aber noch etliche Kabel, Schrauben und andere Kleinteile dazu, die sich schwer erfassen lassen. Oft wird das dann durch geschätzte „Blindmassen“ berücksichtigt, doch eine gewisse Unsicherheit bleibt. Somit war das Wiegen unseres neuen Racks ziemlich spannend, zumal wir laut Berechnung ganz knapp über den 200 kg lagen.

Am Dienstag haben wir es aber gewagt, und ich kann verkünden: Alles im grünen Bereich! Unten seht ihr das Rack inkl. aller Kabel und Ventline auf der Waage (die sich zwischen Rack und Hubwagen befindet). Hier sprang die Anzeige zwischen 202.2 und 202.3 kg. Nimmt man die Kabel runter, landen wir bei – tadaaa – 198.4 kg. Puuh.

Parabelflüge und Fallturm-Experimente an der Universität Greifswald