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Des Rätsels Lösung

Eine wichtige Info sind wir euch natürlich noch schuldig. Aber zunächst möchte ich euch noch das neue Experiment in voller Pracht in Flugkonfiguration zeigen:

Und damit ist es raus, wir wurden vom altbewährten Team Cordula und Flat Eric unterstützt. Wie kam es dazu? Werfen wir doch zunächst einen Blick auf die Ergebnisse der Umfrage.1 Während Flat Eric es nicht geschafft hat seinen Fanclub zu mobilisieren, steht es unentschieden zwischen Cordula und einem ganz neuen Maskottchen. Bei den Eigenschaften des neuen Maskottchens habt ihr uns dann vor ziemliche Herausforderungen gestellt, denn zwei Drittel von euch waren der Ansicht, dass bereits ein Arbeitsgruppenbezug bestehen muss. Nicht ganz so eindeutig, jedoch mit leichter Mehrheit habt ihr euch dafür ausgesprochen, dass auch wieder HPGID-Fähigkeiten gewünscht sind.

In den Kommentaren entbrannte eine erbitterte Diskussion darüber, ob man Cordula eine weitere Kampagne zumuten sollte und ob sie für den Job überhaupt noch geeignet sei.

Zugegeben – der Zeitplan war bei Veröffentlichung der Umfrage schon straff. Es gab dennoch drei Bewerbungen auf den HPGID-Posten, von denen zwei (rosa Einhorn, Tim) aus verschiedenen Gründen bereits in der Vorauswahl scheiterten. Darüber hinaus erreichte uns eine weitere Bewerbung.

Den unvollständigen Bewerbungsunterlagen ließ sich nur entnehmen, dass es sich hierbei um ein Lama namens Buntla handeln soll. Vorerfahrungen und Qualifikationen – Fehlanzeige. So blieb uns dann nichts anderes übrig, als den Job wieder einmal an unser Dream Team Flat Eric und Cordula zu vergeben. Hier seht ihr, wie die beiden den Transport nach Bordeaux überstanden haben – offenbar sind sie nach wie vor in Topform:

Im Folgenden könnt ihr noch anhand von zwei Parabeln bewundern, wie Cordula wieder einmal höchst präzise ihrem HPGID-Amt nachkam – und das sogar unter erschwerten Bedingungen, denn wir mussten ihre Leine etwas kürzen, damit sie sich nicht bei jedem Pull-Out am Rack den Kopf stößt. Man beachte vor allem den graziösen Übergang von 0g zu 1.8g am Ende der zweiten Parabel. Gelernt ist eben gelernt! (Nebenbei erfährt man noch, dass wir mit der Messung offenbar zufrieden waren.)

Im Anschluss an die Kampagne wurde Cordula dann in einer gebührenden Übergabezeremonie zurück in den Kreis ihrer (ursprünglichen) Familie überführt. Die Suche geht also weiter. Es wird doch wohl möglich sein, innerhalb eines Jahres ein HPGID zu finden, das der Aufgabe gewachsen ist und nebenbei auch dem COMPACT-Experiment gerecht wird…

  1. Die Ergebnisse sind dank der wissenschaftlichen Methodik und der hohen Teilnehmendenzahl selbstverständlich statistisch signifikant und dürfen nicht hinterfragt werden. ↩︎

Zum Dritten und Letzten

Tja, kurz fühlte sich die zweite Woche wieder mal an. Während das Experiment sich schon wieder auf dem LKW Richtung Greifswald befindet, hier noch die Grundinfos zum heutigen Flug.

Unsere Flugcrew hat mal wieder nichts als Quatsch im Sinn.

Technisch lief es für unsere Crew André, Baldo und Stefan ziemlich gut. Zunächst haben wir einige Messungen gemacht, bei denen zwischen einem „klassischen“ System mit Void und einer voidfreien Staubwolke umgeschaltet wurde. Anhand diser Daten wollen wir die jeweilige Struktur der Staubwolke untersuchen und evtl. auch einen Einblick in die Dynamik beim Umschalten erhalten.

Wie angekündigt wollten wir dann die Messungen an aktiven Teilchen von gestern wiederholen, um ein paar mehr Datenpunkte zu bekommen. Doch leider stellte sich der entsprechende Dispenser quer und auch x-maliges Schütteln brachte kaum Staub in die Kammer.

So haben wir dann recht schnell zum dritten Teil unseres Programms gewechselt, und zwar Gemischen aus beschichteten und normalen, unbeschichteten MF-Partikeln. Wir hatten einen Dispenser mit dem entsprechenden Gemisch vorbereitet und dieser funktionierte auch sehr gut. Am Ende waren wir froh, für diesen Teil ein paar mehr Parabeln nutzen zu können. Denn durch das (gewollt) schwache Confinement in der Zyflex-Kammer wirken sich bereits kleine Rest-Gravitationskräfte stark aus und so wurde die Staubwolke ziemlich durchgeschüttelt. Wir waren also nicht böse, die meisten dieser Messungen mehrfach wiederholen zu können. Nun hoffen wir, dass wir genug ruhige, auswertbare Abschnitte aufgenommen haben.

Die Flugroute von Donnerstag
Höhen- und Geschwindigkeitsprofil von Donnerstag

Und zum Zweiten

Ob der heutige Flugtag wohl die Rache dafür war, dass bisher alles so reibungslos geklappt hat? Ein bisschen knifflig war’s heute jedenfalls für unsere Crew (Christina, Wojciech und Stefan).

Gute Stimmung vor dem Flug

Zuerst haben wir auf unseren Erfahrungen von gestern aufbauend einige Messungen noch vertieft. Vor allem ging es hier darum, die Partikelladung durch Einfügen von mehr oder weniger langen „Alles aus“-Zeiten in die Elektrodenansteuerung zu beeinflussen. Hierzu hatten wir bei einer früheren PFC schon ein paar Parabeln aufgewendet, aber noch keine eindeutigen Ergebnisse erhalten. Die heutigen Messungen dazu haben erst einmal funktioniert, alles Weitere muss die Auswertung zeigen.

In der zweiten Flughälfte wollten wir aktive Teilchen bei verschiedenen Laserleistungen aufnehmen, wodurch sich – so die Erwartung – unterschiedliche Aktivitätslevel ergeben sollten. Wir hatten allerdings massive Probleme, eine schöne, voidfreie Staubwolke hinzubekommen. Ursache war vermutlich eine Kombination aus einem ungewohnten Elektrodenabstand (da die untere Elektrode seit gestern klemmt…) mit den falschen RF-Setpoints. Als wir dann ein schönes System hatten, stieg wenige Parabeln später wieder mal der Digitalcontroller aus, sodass wir die Dispenser nicht mehr betätigen konnten. Ein Softwareneustart reichte aus, um dieses Problem zu lösen. Dennoch blieben nur noch ein paar Parabeln, um alle Laser-Settings einmal durchzuspielen. Dazu kam, dass eines unserer Teammitglieder nach gut 20 Parabeln ausfiel, wodurch es dann nochmal ein bisschen stressiger wurde. Grundsätzlich haben wir dennoch alles im Kasten. Viele Messungen haben wir aber nur genau einmal gemacht, sodass wir morgen versuchen wollen, diese zu wiederholen.

Die Flugroute von Mittwoch
Höhen- und Geschwindigkeitsprofil

Erster Flugtag

Bevor ihr euch allzu große Sorgen macht, hier schnell ein Update zum heutigen Flugtag. Die Crew bestehend aus Daniel, Baldo und Stefan war über dem Atlantik und der Bretagne unterwegs, sodass sich An- und Rückflug kurz gestalteten. Sowohl Baldo als auch die „alten Hasen“ haben den Flug sehr gut überstanden.

Die Flugcrew von Dienstag. Entschuldigt bitte das furchtbare Bild. Da hat es uns den Weißabgleich unwiderbringlich verhauen…

Auch das neue Experiment hat einwandfrei funktioniert, und so blieben uns Computerneustarts, Sicherungswechsel oder das Aufschrauben des Containments glücklicherweise erspart. Wir haben den Tag genutzt, um die neue Zyflex-Kammer kennenzulernen: Bei welchen RF-Einstellungen (Spannungen, Phasen, Pulsmustern und -dauern) ergeben sich welche Staubwolken und wie vergleicht sich das mit der alten Kammer? An dieser Art von Fragen haben wir uns hauptsächlich abgearbeitet.

Die Flugroute von Dienstag
Höhen- und Geschwindigkeitsprofil von Dienstag

Nachmittags standen die üblichen Kalibrier- und Justagearbeiten sowie das Wechseln der Dispenser an. Wir haben unter anderem silberbeschichtete Teilchen eingefüllt, um morgen (hoffentlich) Experimente mit aktiven staubigen Plasmen durchführen zu können.

Erstfliegerinterview mit Baldo

Heute früh vor dem Flug haben wir uns noch schnell Baldo für das obligatorische Erstfliegerinterview geschnappt. Erstmals wart ihr, liebe Freunde des Blogs, aufgerufen eure Fragen an Baldo einzureichen. Die Resonanz war noch etwas – nunja – ausbaufähig. 😉 Doch wir hoffen, mit diesem Interview eure Neugier zu stillen und einige der eingereichten Fragen klären zu können.

Wochenende: Bewährte Kombi aus Tradition und Neuerungen

Das Wochenende begann am Freitagabend zunächst mit einem Trip in die Stadt. Während das Programm am ersten Abend ja immer gesetzt ist, hatten wir nun mehr Freiheiten. Wir konnten in Ruhe ein paar Runden durch die Stadt drehen und auch mal die ausgetretenen Pfade verlassen. Schließlich sind wir dann aber doch in einem Restaurant eingekehrt, das wir schon kannten. Anschließend ging’s nochmal an die frische Luft und wir bekamen Orte zu sehen, die selbst manch kampagnenerfahrener Parabonaut noch nie gesehen hatte. 😉

Am Samstag ging’s nach Blaye, wo wir – natürlich – die Festung angeschaut und anschließend einen Imbiss genossen haben. Auf dem Rückweg haben wir noch Halt bei der Höhle Pair-non-Pair gemacht, um uns die dortigen prähistorischen Wandgravuren erklären zu lassen. Mittlerweile wissen wir sogar, worauf man achten muss, um die Bilder sofort zu erkennen.

Der Sonntag bestand aus einem Trip nach Cap Ferret (André, Wojciech, Baldo, Stefan) bzw. an den etwas nördlich gelegenen Strand von Grand Crohot (Christina und Daniel). Als Neuerung waren wir auf dem Leuchtturn von Cap Ferret und haben die wirklich tolle Aussicht (u.a. auf die Dune de Pilat) genossen. Der Rückweg war allerdings weniger erfreulich. Offenbar versursacht durch einen Unfall bildete sich ein übler Stau, sodass wir für den normalerweise knapp einstündigen Rückweg etwa drei Stunden brauchten. Aber dank Baldos Versorgung mit Macarons war das alles halb so wild. 😉