Nachtrag Woche 1

Nachdem uns am Sonntag das Wetter ja einen Strich durch unsere Bordeaux-Pläne gemacht hat, konnten wir diese dann am Montag erfolgreich umsetzen und mit Pizza und Café Gourmand bei Simeone so richtig in diese Kampagne starten. Während ein Teil der Gruppe danach direkt wieder Richtung Hotel aufbrach, besuchten die anderen den Spiegel und nutzten die Gelegenheit eines Rummels, um sich Bordeaux aus erhöhter Position anzusehen.

Am Dienstag wurde das Experiment dann wie geplant geboarded und bereits am Mittag konnte es in Betrieb genommen werden.
Da unsere Kollegen aus Mittweida erst am Donnerstag anreisen würden, war nicht ganz klar, ob es deren Jetson (Computer) rechtzeitig zu Review am Freitag aufs Experiment schaffen würde. Daher wurde er kurzerhand per Kurier verschickt, kam Mittwochmorgen an und konnte direkt verbaut werden.
Da die Novespace seit Neuestem die Möglichkeit bietet, während des Fluges Daten wie Beschleunigung, Temperatur, Parabelnummer etc. direkt zu streamen, wurde auch noch ein kleines Programm entwickelt, um von diesem Angebot direkt Gebrauch zu machen.

Ansonsten verlief die Woche sehr routiniert. Mittags ging es zum 48, (ach ne das heißt ja jetzt „Délices de l’Auberge“, noch eine Neuerung) und abends wurden diverse Restaurants in der Gegend besucht. Erwähnenswert ist dabei wohl das Oceanic, ein Buffet-Restaurant, das dem Begriff Fresstempel wirklich alle Ehre macht und in dieser Hinsicht sogar das alte ÔPANDA in den Schatten stellt. Da war der 20 minütige Fußweg, teils über einen Trampelpfand entlang der Hauptstraße, für die Verdauung sicherlich ganz hilfreich.

Auch die Kollegen sind dann am Donnerstag (Jan) bzw. aufgrund einer Flugstreichung Freitag (Florian) erfolgreich zum Team dazugestoßen.

Flugtag 1 – Take off

Der Countdown zeigt es an, heute gibt es den ersten Flug dieser Kampagne. Und wir können bestätigen, dass unsere Crew bestehend aus André, Christina, Daniel (II) und Jan gegen 9:15 erfolgreich abgehoben ist. Die Parabeln werden über dem Atlantik stattfinden und der Flug kann wie gewohnt auf flightradar24 verfolgt werden. Dazu nochmal der Hinweis: Die Flugzeugkennung hat sich geändert und lautet jetzt:
F-HNOV.


Vieles neu macht der Oktober

Eine Veränderung, die sich bereits im letzten Jahr angekündigt hatte, können wir nun auf dieser Kampagne in voller Blüte bestaunen und auch benutzen. Denn was letztes Jahr noch Baustelle war, ist nun fertig und wie im Bild zu sehen (wird nachgeliefert), hat die Novespace nun einiges Neues zu bieten.
Da wäre zunächst ein mal der neue Parkplatz, wo früher mal freie grüne Wiese war. Sieht toll aus, macht das Parken aber (zumindest mit unserem großen Mietwagen) nicht unbedingt leichter. (An dieser Stelle zollt der Autor den Fahrern der Gruppe seinen Respekt).
Wenn man es dann am Security Guard hinterm Tor vorbei geschafft hat, kommt man in den neuen Empfangsbereich, der neben sehr bequemen Flugzeugsitzen zum Zeit vertrödeln auch einen schicken neuen Tresen hat. Dessen Highlight ist ein kleines schwebendes Modell des Saturn, das bereits von diversen Mitglieder aus der AG zum Absturz gebracht wurde.

Empfangstresen mit bequemen Sesseln und (noch) schwebendem Saturn.

Neben dem Tresen führt eine Treppe in einem neuen Anbau in die Küche im ersten Stock, die natürlich auch Mandy beherbergt. Obwohl klar zu sehen, führt die Gewöhnung an das alte Gebäude immer noch dazu, dass einige von uns regelmäßig auf dem Weg zur Kaffeepause erst mal den falschen bzw. wesentlich längeren Weg einschlagen, um dann nach einigen Metern kopfschüttelnd und lachend wieder umzudrehen.
Auch der Workshop ist seitlich erweitert worden und beherbergt neben weiterem Platz für die Vorbereitung von Experimenten nun auch eine neues Labor und den Abstellraum für diverse Chemikalien.
Das führt dazu, dass man insgesamt mehr Platz hat und das finden wir gut.

Die neue Novespace: links der Anbau mit Küche, rechts der erweiterte Workshop und vorne Teile des Parkplatzes

Achtung!

Die für euch als geneigte Leser dieses Blogs und minütliche Verfolger der Flüge aber sicherlich wichtigste Änderung, ist die der Flugzeugkennung.
Ja ihr lest richtig: die Zeiten der F-WNOV sind vorbei, die Air Zero G trägt nun die Kennung F-HNOV. Und nein uns wurde bestätigt, dass es sich hierbei nicht um einen Tippfehler handelt, wie wir zunächst vermutet haben.

H satt W, auch daran muss man sich jetzt gewöhnen.

Update zur Updatelosigkeit

Die regelmäßigen Leser unseres Blogs werden sicherlich gemerkt haben, dass hier seit gut einer Woche keine Neuigkeiten mehr aufgetaucht sind.
Das liegt vor allem daran, dass unser Hauptblogger und Fotograf krankheitsbedingt sein Ehrenamt seit letzten Dienstag nicht mehr wahrnehmen konnte. Wir versuchen euch in den nächsten Tagen dennoch weiter auf dem Laufenden zu halten, bitten aber um Nachsicht, wenn das unregelmäßiger und evtl. weniger ausführlich geschieht.

Das Experiment wartet

Ende gut, alles gut. Als wir heute um halb Neun bei Novespace vorfuhren (geplante Experiment-Ankunft war 9-12 Uhr), stand der LKW mit unserem Expriment schon da. Angekommen im Workshop, erwartete uns folgender Anblick:

Bereitgestelltes Experiment

Dankenswerterweise hatte die Novespace-Crew sogar schon abgeladen. So konnten wir uns direkt daran machen, alles auszupacken und einzurichten. Wenig später kam auch Frédéric vorbei und es konnte mit den Formalitäten losgehen.

Bei unseren Gasflaschen gab es allerdings einige Diskussionen. Man war sich plötzlich nicht sicher, ob der Stempel auf den Flaschen jetzt das Prüf- oder das Ablaufdatum ist. Es begann eine ausufernde Recherche, die in einer Anfrage bei Linde mündete.

In der Zwischenzeit haben wir guter Hoffnung schonmal die Racks gereinigt:

Schließlich kam von Novespace die Info, dass mit den Gasflaschen alles in Ordnung ist. Somit sind wir jetzt schon fast bereit zum Boarden, was dann morgen Vormittag passieren soll.

Anreise – Check. Und die erste Abweichung vom Protokoll

Es hat alles geklappt. Die Züge waren pünktlich. Die Flüge waren zumindest fast pünktlich, sodass der Umstieg in Amsterdam nicht gefährdet war. Auch bei Wojciech lief es rund, sodass wir ihn planmäßig am Amsterdamer Flughafen treffen konnten. Bei der Autovermietung wusste man von uns und hatte den gewünschten 9-Sitzer parat. Darüber hinaus sind wir uns einig, dass das Hotel eindeutig zu den besseren gehört.

Wo ist jetzt also der Haken? Nun, manche sind vielleicht schon skeptisch geworden in Anbetracht der Tatsache, dass dieser Beitrag nicht vom eigentich obligatorischen Simeone-Gruppenbild geziert wird. Es tat sich nämlich ein Problem auf, dass wir von den Frühjahrs- und Septemberkampagnen nicht gewohnt sind: Beim entscheidenden Programmpunkt machte uns schlicht und enfach das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Während es hier noch deutlich über 20 Grad sind, war es schon bei Ankunft bedeckt und fing kurz darauf an zu regnen. Und im Regen in die Stadt fahren, nur um bei Simeone zu essen und dann direkt weder das Hotel anzusteuern, wollten wir auch nicht. So gab es erstmal „nur“ einen soliden ersten Abend im Au Bureau (jetzt auch dort mit Café Gourmand!). Wir holen das natürlich nach, versprochen!

Parabelflüge und Fallturm-Experimente an der Universität Greifswald