Die Ruhe hier im Blog ist eher als gutes denn als schlechtes Zeichen zu verstehen. Es herrschte emsige Betriebsamkeit, und dementsprechend gut sind auch unsere Fortschritte am neuen Rack.
Um euch nicht so auf die Folter zu spannen, hier erstmal ein Überblick von vor einigen Tagen, bevor es dann in die Details geht:

Die Power supply Box ist längst fertig und hat ihren Platz im kleinen Rack bezogen, selbstverständlich von allen Seiten gut gesichert durch Bosch-Profile. Weil das recht langweilig aussieht, gibt’s außerdem noch die Ansicht mit geöffnetem Deckel.


Spannender ist natürlich das große Rack. Der Schraubendreher wurde ersetzt durch die neue Zyflex-Kammer. Auch das Gas- und Vakuumsystem ist fertig zusammengebaut. Auf dem dritten Bild könnt ihr außerdem eine der neuen Stromverteilerboxen sehen:



Eine weitere Hauptaufgabe ist die Verlegung von gefühlt mindestens 278 Kilometern Kabel, die auch gut vorangeht. Während sich an manchen Stellen bereits Kabelbäume bilden, sind andere noch deutlich chaotischer und auch die Rückseite des großen Racks war lange eine ziemliche Baustelle.



Zwischendurch haben wir schonmal die Containmentplatten angeschraubt, um zu sehen, ob alles wie geplant passt. So bekommt man einen ganz guten Eindruck, wie später die Flugkonfiguration aussehen wird.


Aktuell sind die vorderen Platten und die Monitore endgültig montiert. Auch die Rückseite sieht mittlerweile deutlich aufgeräumter aus. Letzte große Baustelle sind die Laser und Diagnostiken. Wie man aus der Vogelperspektive gut sieht, ist im Containment außer den Motorsteuergeräten für die Elektrodenverstellung noch nicht so viel los. Die Baugruppen sind aber vorbereitet und daher hoffe ich, hier bald Fortschritte verkünden zu können. 😉



Ja sehr schön. Sieht ja alles ganz ordentlich und durchdacht aus. Schick! Was mir fehlt, ist natürlich das rosa HPGID-Einhorn…
Oha. Dein Kommentar hat hellseherische Qualität…diesbezüglich kommt noch was Großes auf uns alle zu!!!1!
Meine Gedanken zum Bilderrätsel:
1. Die Farbe des Schraubenziehers passt zu keiner Farbe eines Ports am Switch.
2. Der Schraubenzieher im Tisch ist ganz klar ein Symbol für den Tod durch eine Stichwaffe. Gruselig. Das kann nur nachfühlen, wer sich selbst schonmal einen winzigen aber scharfen 2mm Wera-Schlitzschraubendreher komplett durch den Finger gesteckt hat…Vielleicht bin ich da aber auch etwas gebiased…
3. Alternativ: Der Schraubendreher hat nur den Zweck, Schraubendreher zu sein.
Hi Stefan,
sehr schöne Dokumentation! 🙂
Ändert der Neuaufbau auch die Anzahl an benötigten Mitfliegern? Wollte / müsst ihr perspektivisch auf höhere Automatisierung und Autonomie setzen, im Hinblick auf zukünftige Schwerelosigkeitsexperimente jenseits von Parabelflügen?
Wir fliegen weiterhin mit drei Parabonaut*innen. Die Aufteilung ist dabei relativ „klassisch“: 1x Experimentsteuerung, 1x Kameras, 1x Überblick behalten/Experimentplanung.
Für COMPACT wird natürlich mit deutlich weniger (Vor-Ort) Arbeitskraft geplant. Das kann z.B. so aussehen, dass es nur einen von Astronauten zu betätigenden Hauptschalter gibt. Die gesamte Steuerung erfolgt dann remote vom Boden aus. Um gewisse Schritte zu beschleunigen, könnten Teilaufgaben ohne menschlichen Eingriff automatisiert werden, z.B. „Staub einschütteln, bis eine bestimmte Anzahl/Dichte erreicht ist“.