Dienstag und Mittwoch: Erste Arbeiten auf dem Flieger

Pünktlich wie immer bzw. wie abgestimmt startete das Boarden des Experiments gestern (Dienstag) um 10 Uhr. Kaum eine halbe Stunde später hatten wir das Experiment oben. Man muss echt sagen, dass das Handling der aktuellen Racks dank des relativ geringen Gewichts und der orangenen Transportwagen echt gut ist. Und natürlich wurde die Aktion auch seitens Novespace und Sabena Technics wieder mal höchst professionell abgewickelt, soadss wir uns keine Sorgen um unser Equipment machen mussten.

Sodann wurde alles verkabelt und in Betrieb genommen. Auch hier blieben unliebsame Überraschungen weitestgehend aus. Gestern Nachmittag haben wir dann noch das Foam Padding angebracht. Rein äußerlich hätte man fast meinen können, dass wir flugbereit waren.

Doch heute stand noch die Justage und Kalibrierung der Optik an. Uns fiel beim ersten Funktionstest direkt auf, dass zwei der vier Stereo-Kameras recht matschig aussahen. Doch zuerst haben wir uns die Laser vorgenommen. Dazu wurde die Kammer geöffnet, um direkt am „Ort des Geschehens“ den Strahl prüfen zu können. Hierzu haben wir erstmals eine Beam Profiling-Kamera verwendet. Der 2D-Laser passte, beim 3D-Laser haben wir noch den Strahlengang leicht nachjustiert.

Die 3D-Kameras mussten eigentlich nur neu scharf gestellt werden – natürlich auf im Plasma levitierten Staub. Also Kammer zu und abpumpen… Anschließend haben wir die Kammer erneut geöffnet, um eine Kamerakalibriersequenz mit dem Schachbrett-Target aufzunehmen. Zum Schluss wurde die Kammer noch gereinigt, geschlossen und wieder abgepumpt.

Parallel gibt es noch einige Software-Baustellen, oder vielleicht sollte ich lieber sagen, Verbesserungen. Alle Fehler sind nämlich mittlerweile ausgemerzt und nun geht es hauptsächlich um die Verbesserung der Bedienbarkeit. Hier bringt Daniel wahre Höchstleistungen. Geradezu regelmäßig erreichten das Team auf dem Flieger Updates der Steuer- und Aufnahmesoftware, die mittlerweile echt gut funktioniert. Das ist insofern keine Selbstverständlichkeit, da wir – wie bereits erwähnt – diverse neue Komponenten dabei haben, die somit auch recht „frisch“ in der Steuerung implementiert sind.

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