So. Jetzt ist es amtlich. Nach erbitterter Diskussion haben wir uns einvernehmlich von Rack4 getrennt. Das 4. Experiment-Rack (“ Auxiliary box“) war uns stets ein treuer Begleiter auf allen Parabelflugkampagnen der letzten Jahre. Es war eigentlich unentbehrlich. Stets hatten wir Müsliriegel, Trinkwasser, Fotokamera, Klemmbrett sofort zur Hand. Außerdem war eine komplette Werkstatt in dem relativ kleinen Volumen untergebracht. Ein bequemer Sitzplatz war es auch noch.
Nun müssen wir also in Zukunft ohne Rack 4 auskommen *schnief*. Wir lassen euch natürlich noch an der Abschiedszeremonie teilhaben.
Wir sind es euch schuldig: Neuesten Informationen zur Folge gibt es Probleme mit der Flight-Crew Zusammensetzung. Und das mitten in den schon nahezu abgeschlossenen Vorbereitungen zur Kampagne am 1. September 2019. Wir sind gegenwärtig noch dabei mit Frédéric zu diskutieren, aber er scheint nicht sehr kompromissbereit zu sein. Macht euch schonmal auf das Schlimmste gefasst. Wir berichten demnächst weiter…
Nachdem sich sogar unser emeritierter EPC Tim zu Wort gemeldet hat, sind wir wohl wieder ein Paar Updates schuldig. Die neue Kammer ist nach PlasmaLab-Vorbild gebaut um das Kamera-System für den ISS-Einsatz vorzubereiten. Sie hat also größere Fenster und ein (potentiell) größeres Plasmavolumen. Die mit Abstand coolste Veränderung sind aber neuen Monitore mit HD-Auflösung und IPS-Displays (und einige kg leichter!). Die direkte Einschätzung der Aufnahmen im Flug und die dann gemachten Anpassungen waren nicht immer ideal – das wird sich jetzt hoffentlich verbessern. Außerdem fällt bei Filmen jetzt der schwarze Rand weg – das ist doch auch schon etwas 🙂
Wir haben sogar schon die offizielle Einladung zur Herbstkampagne (2.-13.09.2019) bekommen. Wojciech ist als erprobter Mitflieger und Autofahrer wieder gesetzt und bringt vielleicht auch Verstärkung mit – seid gespannt!
ich möchte mal einen Zwischenbericht über unsere geplante Kampagne 2019 abgeben. Im Moment ist es so, dass wir „Backup“-Experiment für die Kampagne im Frühjahr 2019 sind. Wahrscheinlicher ist es, dass wir im Herbst 2019 tatsächlich wieder nach Bordeaux fahren. Es sieht alles danach aus, dass es wieder mit norwegischer Beteiligung ablaufen wird. Außerdem verabschieden wir uns von unserer altehrwürdigen „IMPF-K2“-Plasmakammer. Wir melden uns also vorraussichtlich wieder im nächsten Sommer, wenn die PFC19-Kampagne richtig fahrt auf nimmt.
Hier seht ihr erste Auswertungen einer Staubdichtewelle-Aufnahme mit dem neuen Stereoskopiesystem. Erstmals wurde hier mit allen sichtbaren Teilchen – und nicht „nur“ mit farbmarkierten – gearbeitet.
Mit dem bisherigen Algorithmus wäre diese 200-Bilder lange Auswertung auf dem Bürorechner schon annähernd unmöglich. Der neue Algorithmus braucht nur ca. 2 Stunden dafür. So sehen die rekonstruierten Teilchenpositionen dann aus (es ist ein erstes Ergebnis, da lässt sich noch vieles Verbessern!):
Wissenschaftlich interessant ist die Seitenansicht – die Teilchen halten sich trotz energiereicher Anregung zur Schwingung in eigenen Schichten auf!